Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der TU Dresden absolviert und ist Geschäftsführer von BankingGeek, einer Marke der LBC FInance UG. Er liebt es, die besten Finanzprodukte aller Art, wie Girokonten, Geschäftskonten, Kredite und Kreditkarten, zu finden.

Prüfziffer auf deiner Kreditkarte: Das hat es damit auf sich

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Max Benz

Gründer von BankingGeek

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Die Prüfziffer auf deiner Kreditkarte ist der drei- oder vierstellige Code, der bei Online-Zahlungen deinen physischen Kartenbesitz bestätigt. Wo du ihn findest, was er bedeutet und wie er dich schützt, erklären wir dir hier. Drei Minuten reichen.

Was ist die Prüfziffer auf der Kreditkarte?

Die Prüfziffer (auch Kartenprüfnummer oder Sicherheitscode) ist ein kurzer Zahlencode, der auf jede Kreditkarte aufgedruckt ist. Auf dem Magnetstreifen steht er nicht und er ist nicht maschinenlesbar. Kartenlesegeräte können ihn nicht automatisch erfassen. Das ist kein Zufall.

Händler sind nach dem PCI-DSS-Standard verpflichtet, die Prüfziffer nach jeder Transaktion zu löschen, sodass sie selbst bei einem Datenleck beim Händler nicht mehr vorliegt. Nur du kennst ihn.

Wo findest du die Kartenprüfnummer?

Wo du ihn findest, hängt vom Kartenanbieter ab. Bei Visa und Mastercard steht die dreistellige Prüfziffer auf der Rückseite, rechts neben dem Unterschriftsfeld. Bei American Express ist es der vierstellige Code auf der Vorderseite über der Kartennummer.

KartentypBezeichnungStellenPosition
VisaCVV / CVV23Rückseite, neben Unterschriftsfeld
MastercardCVC / CVC23Rückseite, neben Unterschriftsfeld
American ExpressCID4Vorderseite, über Kartennummer
Diners ClubCAV3Vorderseite

CVV, CVC, CID: Was die verschiedenen Namen bedeuten

Je nach Kartenaussteller trägt die Prüfziffer einen anderen Namen. Vier Namen, eine Funktion. Inhaltlich ist es immer dasselbe, egal ob du ihn bei Visa oder Mastercard nutzt.

  • CVV / CVV2 (Card Verification Value): Bezeichnung bei Visa
  • CVC / CVC2 (Card Validation Code): Bezeichnung bei Mastercard
  • CID (Card Identification): Bezeichnung bei American Express
  • CAV (Card Authentication Value): Bezeichnung bei Diners Club

Der erste Code (CVV1 bzw. CVC1) war im Magnetstreifen kodiert und konnte durch Skimming-Geräte ausgelesen werden. CVV2 und CVC2 sind hingegen nur auf die Karte aufgedruckt und nie maschinenlesbar. Diese Sicherheitslücke existiert heute nicht mehr.

Wozu dient die Prüfziffer bei Online-Zahlungen?

Bei Online-Transaktionen gibt es keine PIN-Eingabe und keine Unterschrift. Die Prüfziffer übernimmt den Identitätsnachweis: Sie bestätigt, dass du die Karte beim Bezahlen physisch vor dir hast. Kein Code, kein Kauf.

Die Ziffernfolge steht in keinem mathematischen Zusammenhang zur Kreditkartennummer. Ein Angreifer, der deine Kartennummer und das Ablaufdatum kennt, kann die Prüfziffer nicht daraus ableiten.

PIN oder Sicherheitscode: Wann nutzt du was?

PIN und Prüfziffer sind zwei verschiedene Sicherheitsmerkmale für unterschiedliche Situationen.

  • PIN: Für Bargeldabhebungen am Automaten und für Kartenzahlungen im Geschäft. Die PIN wird nie bei Online-Käufen abgefragt und darf unter keinen Umständen weitergegeben werden.
  • Sicherheitscode (CVV/CVC): Ausschließlich für Online-Zahlungen und Telefonkäufe gedacht. Im Geschäft oder am Automaten wird er nie abgefragt.

Wer dich im stationären Handel nach deiner Prüfziffer fragt, hat etwas falsch verstanden. Das ist ein Warnsignal für Betrug.

Was ist das 3D-Secure-Verfahren?

3D Secure ist eine zusätzliche Sicherheitsebene für Online-Zahlungen, die über die Prüfziffer hinausgeht. Nach Eingabe der Kartendaten fordert das System einen Einmalcode an, der per SMS oder Banking-App übermittelt wird. Erst damit wird die Transaktion abgeschlossen. Viele Banken nutzen inzwischen auch biometrische Bestätigung per App.

Die Bezeichnungen variieren je nach Anbieter: Bei Visa heißt das Verfahren heute „Visa Secure“ (früher „Verified by Visa“), bei Mastercard „Mastercard Identity Check“, bei American Express „SafeKey“ und bei Diners Club „ProtectBuy“. Technisch funktioniert es bei allen gleich.

Prüfziffer bei virtuellen Kreditkarten

Virtuelle Kreditkarten haben ebenfalls eine Prüfziffer, die du in der App des Anbieters findest. Manche Anbieter bieten dynamische Codes: Bei Revolut aktualisieren sich die Kartendaten nach jeder Zahlung automatisch, bei bunq lässt sich der CVC2-Code manuell erneuern. Das erschwert es Angreifern erheblich, einmal gestohlene Daten einzusetzen.

Darf ich die Prüfziffer weitergeben?

Gib die Prüfziffer auf keinen Fall weiter. Wer deinen Namen, die Kartennummer, das Ablaufdatum und den Sicherheitscode kennt, hat alle Daten für einen Online-Kauf. Im stationären Handel wird der Code nie abgefragt. Wenn du deine Karte verlierst oder sie gestohlen wird, sperre sie sofort über die Notfallnummer deiner Bank.

Kartendaten solltest du auch nicht unverschlüsselt im Browser speichern. Wer sie dauerhaft hinterlegen möchte, ist mit einem Passwort-Manager besser beraten.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Kreditkarten Prüfziffer

  • Ist der Card Validation Code das gleiche wie die Prüfnummer?

    Zuletzt aktualisiert:

    Card Validation Code ist eine Begrifflichkeit, die übersetzt Kartenvalidierungsnummer bedeutet und ein Synonym für die Prüfnummer ist. Grundsätzlich beziehen sich beide Bezeichnungen auf die gleiche Bedeutung.

  • Kann meine Kreditkarte ohne Prüfnummer belastet werden?

    Zuletzt aktualisiert:

    Bei Einkäufen im Internet ist die Prüfnummer eine Pflichtangabe ohne dessen Angabe die Karte nicht belastet werden kann. Da die Prüfnummer mithilfe eines Algorithmus aus der Kartennummer und dem Gültigkeitsdatum berechnet wird, ist diese Ziffernfolge ein starkes Sicherheitsmerkmal, um Betrug zu verringern. Die Fälschung einer Prüfnummer ist dementsprechend schwer. Durch die Eingabe ist sichergestellt, dass Käufer in dem physischen Besitz der Kreditkarte ist. Findet der Einkauf außerhalb des Internets statt, ist die Eingabe der PIN-Nummer erforderlich.

  • Wo ist die Prüfziffer auf meiner Karte?

    Zuletzt aktualisiert:

    Bei Visa, Mastercard oder Eurocard befindet sich die Prüfziffer in Form eines dreistelligen Zahlencodes auf der Rückseite der Karte. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um eine klassische Kreditkarte oder eine Girocard handelt. American Express Kreditkarten verfügen über einen vierstelligen Code, welcher auf der Vorderseite der Karte aufgedruckt ist.

Fazit

Die Prüfziffer schützt dich bei Online-Zahlungen, weil sie nicht maschinenlesbar ist und nach jeder Transaktion vom Händler gelöscht werden muss. Zusammen mit 3D Secure bieten die Verfahren soliden Schutz. Den Code solltest du nie weitergeben und nicht unverschlüsselt speichern.

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