Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der TU Dresden absolviert und ist Geschäftsführer von BankingGeek, einer Marke der LBC FInance UG. Er liebt es, die besten Finanzprodukte aller Art, wie Girokonten, Geschäftskonten, Kredite und Kreditkarten, zu finden.

Chargeback: So kannst du Kreditkartenzahlungen zurückfordern

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Max Benz

Gründer von BankingGeek

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Möchtest du eine Kreditkartenzahlung zurückfordern, kannst du das Chargeback-Verfahren nutzen. Damit das klappt, kommt es auf das richtige Vorgehen an. Dieser Beitrag erklärt dir die wichtigsten Schritte.

So funktioniert das Chargeback-Verfahren

Mit dem Chargeback-Verfahren wird eine Rückabwicklung der Kreditkartentransaktion angestoßen. Du kannst so unberechtigte Kreditkartenzahlungen zurückfordern. In den meisten Fällen lässt sich dieser Prozess schnell und unkompliziert abwickeln.

Zuerst lohnt es sich, mit dem Vertragspartner (also dem Unternehmen, das deine Zahlung erhalten hat) in Kontakt zu treten. Die Kommunikation sollte ausschließlich schriftlich erfolgen, denn dieser Schriftwechsel dient im Chargeback-Verfahren häufig als Nachweis.

Wer mit dem Vertragspartner nicht auf einen Nenner kommt, sollte das Reklamationsformular bei seiner Bank ausfüllen. Danach wird der sogenannte Chargeback-Cycle in Gang gesetzt. An ihm sind der Kreditkarteninhaber, deine Bank und die Bank des Händlers beteiligt.

Es wird anschließend überprüft, ob die Kreditkartenzahlung gerechtfertigt war. Ist dies nicht der Fall, wird die Transaktion rückgängig gemacht.

In welchen Fällen kannst du Kreditkartenzahlungen stornieren oder reklamieren?

Für ein Chargeback kommen mehrere Gründe infrage. Treten folgende Szenarien auf, ist es möglich, die Transaktion rückgängig zu machen.

Wurde die Zahlung weder von dir getätigt noch genehmigt, hast du ein Recht auf die Rücküberweisung des Geldes.

Bei einer doppelten Abbuchung durch den Händler kannst du die Kreditkartenrechnung an deine Bank schicken. Markiere dabei die doppelte Ausgabe. Dasselbe gilt, wenn dir das Geld für ein zurückgeschicktes Produkt nicht erstattet wird.

Falls ein zu hoher Betrag abgebucht wurde, schickst du die Rechnung mit der tatsächlichen Summe an deine Hausbank.

Es lassen sich übrigens nicht nur Kreditkartenzahlungen zurückfordern. Du kannst das Chargeback-Verfahren gleichermaßen nutzen, wenn du Geld am Automaten abheben wolltest und der Automat kein oder zu wenig Geld ausgespuckt hat. In solchen Fällen füllst du bei deiner Bank ein Formular aus und vermerkst, welchen Betrag du abheben wolltest und welche Summe du tatsächlich erhalten hast.

Die wichtigsten Tipps zum Chargeback: So bekommst du dein Geld zurück

Damit das Chargeback-Verfahren erfolgreich ist, gibt es einige Punkte, die du beachten solltest.

  1. Das Geld beim Anbieter/Händler zurückfordern

Oft lohnt es sich, den Händler direkt zu kontaktieren. Mache ihn auf die fehlerhafte Abbuchung aufmerksam und schicke ihm die Kreditkartenabrechnung zu. Die meisten Unternehmen zeigen sich dabei kooperativ und gehen auf dein Anliegen ein.

  1. Mit deinem Kreditkarten-Service sprechen

Falls du beim Kontaktieren des Händlers keinen Erfolg hast, setzt du dich mit dem Kundenservice deiner Bank per E-Mail oder telefonisch in Verbindung. Das gilt natürlich auch, wenn du Kreditkartenbetrug vermutest.

Wende dich dabei an die Bank, die deine Kreditkarte ausgestellt hat. Ein direktes Kontaktieren von Visa oder Mastercard ist nicht notwendig.

  1. Chargeback-Antrag: Das Reklamationsformular richtig ausfüllen

Fordere von deiner Bank das Reklamationsformular an. Bei vielen Instituten findest du dieses auch direkt auf der Website des Anbieters.

Auf dem Formular vermerkst du, warum du den Chargeback-Antrag stellst.

  1. Nachweise mitsenden

Schicke das Formular zusammen mit entsprechenden Nachweisen an die Bank. Im Anhang kannst du unter anderem die Bestellbestätigung des Händlers, die Kreditkartenabrechnung oder die Rechnung für deinen Kauf mitschicken.

Welche Anbieter akzeptieren Chargebacks?

Im Folgenden findest du die gängigen Anbieter, bei denen du das Chargeback-Verfahren nutzen kannst.

Visa Chargeback

Bei Visa ist es problemlos möglich, das Chargeback-Verfahren einzuleiten. Sobald der Fall aufgeklärt wurde, geht der betreffende Betrag innerhalb von einigen Tagen bis Wochen auf deinem Konto ein. Du hast bis zu 120 Tage nach der Abbuchung Zeit, um das Verfahren einzuleiten.

Mastercard Chargeback

Auch Mastercard bietet ein zuverlässiges Chargeback-Verfahren. Hier musst du ebenso mit einer Wartezeit zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen rechnen. Die Frist für die Einleitung des Chargebacks liegt bei Mastercard ebenfalls bei bis zu 120 Tagen nach dem Transaktionsdatum.

PayPal Chargeback

PayPal ist ein E-Wallet-Dienst, der bei falschen Abbuchungen den Käuferschutz aktivieren kann. Hast du per Kreditkarte über PayPal bezahlt, kannst du zusätzlich das Chargeback-Verfahren deiner kartenausgebenden Bank nutzen. In diesem Fall informierst du stets die Bank, die deine Kreditkarte ausgestellt hat.

Unterschied zwischen Chargeback und Rückbuchung

Es gibt einen Unterschied zwischen einer Rückbuchung und einem Chargeback. Eine Rückbuchung erfolgt aufgrund eines technischen Fehlers bei der Zahlungsabwicklung, während ein Chargeback eine Reklamation seitens des Kunden darstellt.

RückbuchungChargeback
Fehler bei der ZahlungsabwicklungBeschwerde des Kunden
Bank des Kunden bucht den Betrag zurückKunde fordert den Betrag von seiner Bank zurück
Keine Kosten für den HändlerKosten für den Händler möglich

Vor- und Nachteile von Chargebacks

Das Chargeback-Verfahren bietet dem Kunden eine wichtige Absicherung beim Online-Shopping. Hier die wichtigsten Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile für den KundenVorteile für den HändlerNachteile für den Händler
Schutz vor Betrug oder nicht autorisierten TransaktionenVermeidung weiterer Schäden durch schnelle KlärungVerfahrensbedingte Kosten (z.B. Bearbeitungsgebühren)
Möglichkeit der Erstattung bei nicht erhaltener oder mangelhafter WareVerbesserung der Kundenzufriedenheit durch zügige ProblemlösungNegative Auswirkungen auf den Ruf des Unternehmens
Einfache Abwicklung über die Bank des KundenReduzierung des Betrugsrisikos durch Prüfung der TransaktionsdatenMöglicher Verlust von Waren oder Dienstleistungen

FAQ Chargeback: Das musst du noch wissen

Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Chargeback-Verfahren.

  • Wie lange kann ich Kreditkartenzahlungen stornieren?

    Zuletzt aktualisiert:

    Für die Stornierung von Kreditkartenzahlungen gilt in der Regel eine Frist von 120 Tagen/8 Wochen ab der Abbuchung.

  • Muss meine Bank den Chargeback-Vorgang bewilligen?

    Zuletzt aktualisiert:

    Eine Bank bewilligt den Prozess nur dann, wenn die Abbuchung tatsächlich nicht gerechtfertigt war. Daher ist es wichtig, dass du entsprechende Beweise wie die Kreditkartenrechnung an das Institut schickst.

  • Wie lange bleibt der Betrag auf meiner Kreditkarte reserviert?

    Zuletzt aktualisiert:

    Die Dauer der Reservierung hängt von deiner Bank ab. In der Regel erfolgt innerhalb weniger Tage die Freigabe der Summe. In Ausnahmefällen ist es möglich, den Betrag bis zu 45 Tage lang zu reservieren.

Fazit

Hegst du den Verdacht, dass deine Kreditkarte zu Unrecht belastet wurde, solltest du schnell handeln. Überprüfe deine Abbuchungen und wende dich anschließend umgehend an deine Bank. So leitest du rechtzeitig die Rückforderung ungerechtfertigter Zahlungen ein.

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