Girokonto für Kinder: Diese Konten sind auch für die Jüngsten

Mit einem Girokonto lernen Kinder bereits früh, wie sie ein Konto handhaben und mit Geld umgehen können. Die Voraussetzung dafür ist, dass sie über ein Girokonto verfügen, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. In diesem Beitrag werden dir diesbezüglich die besten Optionen präsentiert. Du erfährst außerdem, worauf du bei der Auswahl vom Konto für Kinder und Jugendliche achten musst.

Was ist ein Kinderkonto?

Ein Kinderkonto steht Personen unter dem 18. Lebensjahr zur Verfügung. Dabei dürfen sich die minderjährigen Inhaber über zahlreiche kostenlose Services freuen. Die Voraussetzung für die Eröffnung und Führung eines solchen Kontos, ist immer die Einverständiserklärung des Erziehungsberechtigten. Eltern können ihren Kindern gleichermaßen bei der Auswahl des Anbieters helfen.

Idealerweise werden bei einem Kinderkonto die Wünsche und Bedürfnisse der Jüngsten mit berücksichtigt. In diesem Fall ist zu bedenken, dass etliche Anbieter ihre jungen Kunden mit attraktiven Angeboten und Boni locken.

Worauf solltest du bei der Auswahl des passenden Kontos achten?

Geht es um die Auswahl von einem Girokonto für Kinder, solltest du dich nicht für den erstbesten Anbieter entscheiden. Nimm die einzelnen Banken bezüglich folgender Aspekte unter die Lupe.

Kontoführungsgebühren

Die Mehrzahl der Banken stellt Kindern ein Konto kostenlos zur Verfügung. Sie verlangen also keinerlei Kontoführungsgebühren. Allerdings gibt es bei den Anbietern bei der Eröffnung eines Kinder- und Jugendkontos durchaus Unterschiede in Bezug auf Zinsen und Boni. Es lohnt sich also, mehrere Banken miteinander zu vergleichen.

Karten

Eröffnest du ein Girokonto für Kinder, wird dem Nachwuchs dafür in der Regel eine eigene Girocard bereitgestellt. Mit dieser können die Jüngsten am Bankomat Bargeld abheben oder Zahlungen an der Kasse tätigen.

Eine Kreditkarte wird in jungen Jahren nur selten angeboten. Einige Anbieter stellen diese Kunden ab dem 16. Lebensjahr zur Verfügung – das Limit fällt hierbei entsprechend niedrig aus. Auch eine Prepaid-Kreditkarte ist beim Kinderkonto eine beliebte Option.

Direktbank vs Filialbank

Ob du dich für eine Direktbank oder Filialbank entscheidest, hängt von deinen Vorlieben ab. Bei erstgenannter Form des Instituts hast du den Vorteil, dass die Kosten für das Konto niedrig angesetzt sind. Du darfst dich hierbei, in den meisten Fällen über eine kostenlose Kontoführung freuen. Bei der Filialbank darfst du dafür eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen.

Bargeld einzahlen und abheben

Idealerweise lässt sich auf das Kinderkonto leicht Bargeld einzahlen und abheben. Die Jüngsten sollten auf Wunsch kostenlos Bargeld von ihrem Konto erhalten – so lernen sie den Umgang mit Geld kennen und müssen sich nicht mit Gebühren herumschlagen. Nutzt du das Kinderkonto als Taschengeldkonto, solltest du kostenfrei Überweisungen auf dieses tätigen können.

Zinsen

Zinsen sind dann relevant, wenn du das Kinderkonto als Sparkonto nutzen möchtest. Damit haben die Jüngsten ab dem 7. Lebensjahr die Möglichkeit, sich eine beachtliche Summe für zukünftige Anschaffungen anzusparen.

Was macht ein Girokonto für Kinder aus?

Bei einem Kinderkonto ist immer das Kind der rechtliche Besitzer des Kontos. Banken dürfen in diesem Fall keine Kontoführungsgebühr erheben. Kosten können jedoch durch Services wie eine Prepaid-Kreditkarte oder beleglose Vorgänge entstehen.

Je nach Alter und Einsatzzweck stehen unterschiedliche Arten vom Kinderkonto zur Verfügung. Wollen Eltern ein Konto für Kinder und Jugendliche eröffnen, sollten sich diese über ihre Optionen schlau machen.

Der Gesetzgeber schreibt beim Kinderkonto außerdem die Führung als Guthabenkonto vor. Konkret heißt das, dass eine Überziehung vom Konto nicht möglich ist. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um ein Girokonto oder ein Sparkonto handelt.

Banken sehen das Kinderkonto durchaus als Chance an, neue Kunden zu gewinnen. Viele Jugendliche bleiben beim Erreichen der Volljährigkeit beim ursprünglichen Anbieter. Aus diesem Grund stehen Interessenten, die ein Kinderkonto eröffnen wollen, durchaus attraktive Optionen zur Auswahl.

Wie können Eltern ein Girokonto für ihr Kind eröffnen?

Willst du dein Konto für deinen Nachwuchs eröffnen, sind dafür folgende Schritte durchzuführen. In der Regel nimmt der Prozess nur einige Minuten in Anspruch:

  1. Entscheide dich für einen Anbieter: Zuerst musst du dich mit deinem Kind für eine Bank entscheiden. Diesbezüglich zahlt es sich aus, im Vorfeld einen Vergleich durchzuführen.
  1. Füllt den Kontoantrag aus: Im nächsten Schritt ist der Antrag für die Kontoeröffnung auszufüllen. Diesen Schritt kann der Nachwuchs entweder alleine oder mit deiner Unterstützung erledigen.
  1. Unterschreibe die Zustimmungserklärung: Als Elternteil musst du bei der Bank deine Zustimmung für die Kontoeröffnung unterzeichnen und übermitteln.
  1. Übersende eine Kopie der Personalausweise: Danach sind Kopien der Ausweise des Kindes und des Erziehungsberechtigten online zu übermitteln. Alternativ können Kind und Elternteil mit dem Personalausweis in der Bankfiliale vorbeischauen. Einige Banken fordern auch das Übersenden einer beglaubigten Geburtsurkunde des Kindes.
  1. Bestätige die Identität der Beteiligten: Zu guter Letzt gilt es, die Identität der beteiligten Personen zu bestätigen. Dies ist entweder über das PostIdent- oder das VideoIdent-Verfahren möglich.

Welche Vor- und Nachteile bietet ein Girokonto für Kinder?

Mit einem Girokonto für Kinder sind etliche Vorteile verbunden. So erlernen die Jüngsten damit unter anderem den Umgang mit Geld. Sie sehen, wie viel Geld sie pro Monat für persönliche Ausgaben benötigen und dass sie sparen müssen, um sich eine größere Anschaffung leisten zu können.

Des Weiteren hat das Kinderkonto den Vorteil, dass mit ihm eine kostenlose Kontoführung möglich ist. Das Kind muss also nicht mit einer finanziellen Belastung rechnen. Eine Überziehung vom Kinderkonto ist ebenfalls nicht möglich. Denn der Gesetzgeber schreibt in diesem Fall die Führung als Guthabenkonto vor.

Es ist kein regelmäßiger Zahlungseingang vonnöten, um das Kinder- und Jugendkonto kostenlos führen zu können. Auch ist oftmals eine kostenlose Girocard zum Geld abheben im Angebot der Banken enthalten. Das Online Banking steht den Jüngsten ebenfalls zur Verfügung. In diesem Fall ist jedoch Vorsicht geboten: Es können durch einzelne Überweisungen durchaus Zusatzkosten anfallen.

Der Nachteil von diesem Konto ist, dass sich die Eröffnung etwas komplexer gestaltet. Nicht nur braucht es die Zustimmungserklärung eines Elternteils, sondern auch die Geburtsurkunde und den Personalausweis des Kindes. 

Eine Visa-Card ist lediglich in Form einer Prepaid-Kreditkarte zu haben. Hiermit ist dafür gesorgt, dass sich die Jüngsten nicht verschulden. Die Kreditwürdigkeit bleibt bei Personen unter dem 18. Lebensjahr damit unangetastet. Allerdings erweist sich das Girokonto bei der Nutzung aber als wenig flexibel.

Vorteile

  • gratis Kontoführung
  • Konto kann nicht überzogen werden
  • oft ist eine kostenlose Girocard enthalten
  • Mobile Banking steht den Jüngsten ebenfalls zur Verfügung
  • Kinder lernen, mit Geld umzugehen
  • kein regelmäßiger Zahlungseingang erforderlich

Nachteile

  • für Überweisungen können Kosten anfallen
  • Das Konto eröffnen gestaltet sich aufwendig
  • es steht lediglich eine Prepaid-Kreditkarte zur Verfügung

Rechtliche Aspekte eines Kinderkontos

Der Eigentümer des Kinderkontos ist stets das Kind selbst. Dies gilt auch dann, wenn für die Eröffnung die Zustimmung eines Erwachsenen erforderlich ist. 

Das Anlegen des Geldes, das dem Kind von Verwandten wie Großeltern geschenkt wird, ist auf dem Konto mündelsicher möglich. Damit stellst du sicher, dass die Beträge kindgerecht genutzt werden und nicht in der Haushaltskasse untergehen.

Bei einer möglichen Trennung der Eltern, wird mit einem Kinderkonto Streitereien vorgebeugt. Denn damit ist klar, dass die dort gelagerten Beträge, dem Kind gehören.

Auf dem Kinderkonto ist ein Steuerfreibetrag von 801 Euro pro Jahr vorgesehen. Zinserträge werden in diesem Fall dem elterlichen Vermögen nicht zugerechnet.

Wichtige Fragen zu Girokonten für Kinder beantwortet

Spielst du mit dem Gedanken, ein Kinderkonto zu eröffnen, beschäftigst du dich mitunter mit folgenden Fragen. Häufige Problemstellungen werden in diesem Kapitel abgehandelt.

Was für ein Konto für Kinder?

Welches Konto für die Jüngsten gewählt wird, hängt vom finanziellen Ziel und vom Alter der Kinder ab. So lohnt es sich für den Nachwuchs im Grundschulalter ein Sparkonto ohne Verfügungsberechtigung anzulegen. Es kann sich hierbei um ein Tages- oder Festgeldkonto sowie Fonds und Sparpläne handeln.

Jugendliche können hingegen von einem eigenen Girokonto mit direkten Zugriff profitieren. So erlernen sie noch vor dem Erreichen der Volljährigkeit den Umgang mit Geld. Die Eltern können das Konto auch zum Überweisen von Taschengeld verwenden. Ein Schülerkonto stellen einige Banken aber erst ab dem 16. Lebensjahr zur Verfügung.

Kann man für Kinder ein Konto eröffnen?

Das Eröffnen eines Kontos für Kinder ist jederzeit möglich. Dafür musst du jedoch die beglaubigte Geburtsurkunde vorlegen. Auch ist es die Pflicht der Eltern, die Zustimmung zu unterzeichnen. Der Inhaber des Kontos ist dabei stets der Nachwuchs. Spätestens mit dem 18. Geburtstag hat die Person, auf die das Girokonto lautet, vollen Zugriff auf dieses. 

Ab wann braucht mein Kind ein Konto?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Es sind in diesem Fall stets die Vor- und Nachteile abzuwägen. Dies diskutieren Eltern am besten gleich mit dem Kind. Denn das Gespräch kann auch eine gute Gelegenheit sein, dem Nachwuchs das Bankenwesen zu erklären.

Generell empfiehlt es sich, Jugendlichen den Zugriff auf ein eigenes Konto zu erlauben. So können sie sich langsam an das finanzielle Verantwortungsbewusstsein herantasten.

Gibt es das Kinderkonto mit Karte?

Dieser Aspekt hängt von der Bank selbst ab. Oft wird das Schülerkonto mit kostenfreier Girocard angeboten. Allerdings ist hierbei Vorsicht geboten – denn einige Banken verlangen für eine Debitkarte Geld. Es kann sich hierbei also durchaus lohnen, einen Vergleich zu tätigen. Sieh dir die Bank deiner Wahl genau an und mache dich mit dem Kleingedruckten vertraut. Auch eine Visa-Kreditkarte kann kostenpflichtig sein.

Generell hat eine Karte den Vorteil, dass das Kind am Automaten Geld abheben und Einkäufe an der Kasse bezahlen kann.

Fazit

Auch junge Menschen müssen erst lernen, was es heißt, finanziell verantwortungsvoll zu agieren. Und dafür eignet sich ein Kinderkonto sehr gut. Dieses kann als Taschengeldkonto oder das Sparkonto geführt werden. Wichtig ist, dass die Jüngsten irgendwann den Zugriff auf dieses erhalten. So lernen sie, sich ihr Erspartes oder das Taschengeld klug einzuteilen. 

Der Vorteil eines Kinderkontos ist unter anderem die gratis Kontoführung. Beim Jugendkonto ist also nicht mit zusätzlichen Ausgaben zu rechnen. Auch lässt sich das Konto nicht überziehen. Die Kreditwürdigkeit des Nachwuchses wird mit dem Eröffnen des Jugendkontos also nicht aufs Spiel gesetzt. Doch triff keine vorschnelle Entscheidung und informiere dich im Vorfeld immer über deine Optionen. 

BankingGeek
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