Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der TU Dresden absolviert und ist Geschäftsführer von BankingGeek, einer Marke der LBC FInance UG. Er liebt es, die besten Finanzprodukte aller Art, wie Girokonten, Geschäftskonten, Kredite und Kreditkarten, zu finden.

Geschäftskonto Auslandsüberweisungen: Kosten, Dauer, Limits und Alternativen

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Max Benz

Gründer von BankingGeek

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ausführung der Überweisung: Für eine Auslandsüberweisung mit dem Geschäftskonto brauchst du IBAN und Namen des Empfängers, die Überweisungsart (SEPA oder SWIFT), bei Drittländern zusätzlich BIC und Währung. Eine Meldepflicht bei der Bundesbank besteht erst ab 50.000 Euro, seit die Grenze am 1. Januar 2025 von vorher 12.500 Euro angehoben wurde.
  • Kosten und Anbieter: Die Kosten variieren stark je nach Bank, Zielort und Wechselkurs. Spezialisierte Anbieter wie Wise oder Qonto liegen bei internationalen Überweisungen meist deutlich unter den Sätzen klassischer Banken.
  • Dauer und Limitierungen: SEPA-Überweisungen im Euro-Raum sind seit 2025 auch als Echtzeit-Variante Pflicht und dürfen nicht teurer sein als eine normale Überweisung. Klassische Auslandsüberweisungen außerhalb der SEPA-Zone dauern weiterhin bis zu sieben Werktage.
  • Alternativen und Rücknahme: Neben der klassischen Bank stehen Fintechs, Zahlungsdienstleister und Kryptotransfers als Alternativen bereit. Eine bereits ausgeführte Überweisung zurückzuholen ist möglich, aber nicht garantiert und meist mit einer Gebühr verbunden.

Wie kann ich mit einem Geschäftskonto eine Auslandsüberweisung tätigen?

Vergleich SEPA und SWIFT Auslandsüberweisung beim Geschäftskonto
SEPA-Überweisungen laufen im Euro-Raum in einem Bankarbeitstag, SWIFT-Zahlungen in Drittländer können bis zu sieben Werktage dauern.

Eine Auslandsüberweisung mit einem Geschäftskonto läuft in vier Schritten ab, egal ob du sie im Online-Banking oder per Formular bei deiner Bank auslöst. Wie sich das gegen den Rest des Marktes schlägt, zeigt dieser Beitrag: Geschäftskonto mit Lastschrifteinzug.

Schritt 1: Sammle die notwendigen Informationen

Zunächst brauchst du den vollständigen Namen und die Internationale Bankkontonummer (IBAN) des Empfängers. Bei Zahlungen in Drittländer kommen Adresse, BIC und die Zielwährung dazu. Alle relevanten Anbieter stehen in dieser Übersicht: Geschäftskonto für Kleinunternehmer.

Schritt 2: Wähle die Art der Überweisung

Anschließend entscheidest du, ob eine SEPA-Überweisung innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums reicht oder ob du eine Auslandsüberweisung in Fremdwährung oder in ein Drittland benötigst. SEPA-Zahlungen in Euro sind für 36 Länder standardisiert, alles andere läuft über das SWIFT-Netzwerk.

Schritt 3: Führe die Überweisung durch

Bei SEPA-Überweisungen ist das Geld normalerweise innerhalb eines Bankarbeitstages beim Empfänger. Schneller geht es mit Echtzeitüberweisungen. Seit 2025 bieten die meisten Banken diese Option an, bei der das Geld innerhalb weniger Sekunden ankommt.

Schritt 4: Beachte zusätzliche Gebühren und Wechselkurse

Außerhalb des SEPA-Raums fallen zusätzliche Gebühren an. Oft beeinflusst der Wechselkurs die Kosten sogar stärker als die reine Bankgebühr. Spezialisierte Anbieter wie Wise oder Qonto rechnen zum Interbankenkurs ab und bieten deshalb häufig günstigere Tarife als traditionelle Banken. Eine ausführliche Einschätzung findest du in unserem Test zu Qonto Business.

Wie viel kostet eine Auslandsüberweisung bei einem Geschäftskonto?

Die Kosten hängen vor allem von drei Dingen ab: dem Zielort, der Bank und davon, wer die Gebühren trägt. Im SEPA-Raum ist eine Überweisung bei den meisten Geschäftskonten kostenlos oder kostet nur wenige Cent. Außerhalb von SEPA wird es teurer. Klassische Auslandsüberweisungen kosten hier oft mindestens 10 Euro oder 1,5 Prozent des überwiesenen Betrags, je nachdem was höher ist.

Die folgende Tabelle zeigt, wie stark sich die Konditionen zwischen einer klassischen Bank und spezialisierten Geschäftskonto-Anbietern unterscheiden können.

AnbieterMonatliche GrundgebührSEPA-ÜberweisungAuslandsüberweisung (SWIFT)
Wise Business0 € (einmalig 50 € bei Kontoeröffnung)ab 1 €ab 0,1 % des Betrags, oft deutlich günstiger als Banken
Qonto Basicab 9 €30 Freikontingent, danach 0,40 €je nach Tarif von 1,2 % bis 0,56 %
N26 Business0 € (für Freiberufler und Einzelunternehmer)kostenlosüber Wise-Anbindung, eingehend 12,50 € plus 0,1 %
FYRST Base0 €50 Freikontingent, danach 0,19 €0,8 % (mind. 6 €, max. 40 €), plus 25 € bei OUR-Modell
Commerzbank Klassik15,90 €10 Freikontingent, danach 0,20 €Gebühr laut Preis- und Leistungsverzeichnis, meist mind. 10 € plus Wechselkursaufschlag

Die genauen Konditionen ändern sich regelmäßig, deshalb lohnt sich vor jeder größeren Überweisung ein Blick ins aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Anbieters. Achte außerdem darauf, wer die Kosten trägt: Bei der Option SHARE teilen sich Sender und Empfänger die Gebühren, bei OUR zahlt der Sender alles, bei BEN der Empfänger.

Welche Daten werden für eine Auslandsüberweisung beim Geschäftskonto benötigt?

Für jede Geschäftskonto Auslandsüberweisung brauchst du deinen eigenen Namen oder Unternehmensnamen sowie deine IBAN. Dazu kommt der vollständige Name des Zahlungsempfängers.

Innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums im SEPA-Verfahren reicht meistens die IBAN des Empfängers. Bei Drittländern kommen mehr Angaben hinzu: die Anschrift des Empfängers, die internationale Bankleitzahl (BIC) der Empfängerbank und die Zielwährung.

Eine Meldepflicht bei der Deutschen Bundesbank greift erst ab 50.000 Euro. Diese Grenze wurde zum 1. Januar 2025 von vorher 12.500 Euro angehoben. Prüfe die Angaben trotzdem sorgfältig, denn Fehler bei IBAN oder BIC führen häufig zu Rücklastschriften und zusätzlichen Gebühren.

Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung beim Geschäftskonto?

Für SEPA-Überweisungen im Europäischen Wirtschaftsraum in Euro brauchst du meist nur einen Bankarbeitstag. Beleghafte Überweisungen dauern länger, in der Regel zwei Werktage. Überweisungen außerhalb der SEPA-Zone können bis zu vier Werktage in Anspruch nehmen.

Schritt 1: Berücksichtigung der Zielregion

Klassische Überweisungen außerhalb des EWR, sogenannte SWIFT-Überweisungen, können bis zu sieben Werktage dauern. Wochenenden und Bankfeiertage im Zielland verlängern diesen Prozess zusätzlich.

Schritt 2: Beachtung der beteiligten Banken

Neben deiner eigenen Bank und der Empfängerbank sind bei SWIFT-Zahlungen oft Zwischenbanken beteiligt. Jede zusätzliche Station kann die Laufzeit verlängern und eigene Gebühren abziehen.

Schritt 3: Nutzung spezieller Dienste

SEPA-Echtzeitüberweisungen übertragen das Geld innerhalb weniger Sekunden zwischen teilnehmenden Banken im Euro-Raum. Seit dem 9. Januar 2025 müssen alle Zahlungsdienstleister im SEPA-Raum eingehende Echtzeitüberweisungen annehmen können, seit dem 9. Oktober 2025 auch selbst versenden können.

Schritt 4: Nutzung alternativer Methoden

Geldtransfer-Dienstleister wie Wise bieten Echtzeitüberweisungen teils sogar in Fremdwährung an, weil sie über lokale Konten in vielen Ländern verfügen und Zahlungen dadurch ohne den klassischen SWIFT-Umweg abwickeln.

Gibt es Limits für Auslandsüberweisungen bei Geschäftskonten?

Ja, es gibt Limits für Auslandsüberweisungen bei Geschäftskonten, allerdings unterscheiden sie sich je nach Bank und Kontomodell. Innerhalb des SEPA-Raums sind Überweisungen betragsmäßig meist limitfrei, auch wenn manche Banken ein Standardlimit von 0 Euro als Schutzmechanismus voreinstellen, das du vor der ersten Überweisung selbst anheben musst. Manche Anbieter wie Qonto staffeln zusätzliche Währungsoptionen nach Kontotarif, wobei jeweils eigene Gebühren gelten. Es lohnt sich, mit deiner Bank ein passendes tägliches Überweisungslimit zu vereinbaren und dieses bei Bedarf anzupassen. Was der Anbieter taugt, klärt unser Beitrag zu Qonto Enterprise.

Muss ich eine Geschäftskonto-Auslandsüberweisung melden?

AWV-Meldepflicht Schwelle 50.000 Euro seit Januar 2025
Seit dem 1. Januar 2025 gilt die Meldepflicht bei der Bundesbank erst ab 50.000 Euro statt wie zuvor ab 12.500 Euro.

Eine Meldepflicht bei Geschäftskonto-Auslandsüberweisungen greift erst, wenn eine einzelne Zahlung 50.000 Euro übersteigt. Diese Grenze gilt seit dem 1. Januar 2025 und ersetzt die vorherige Schwelle von 12.500 Euro, die seit dem Jahr 2000 unverändert war. Grundlage ist weiterhin die Außenwirtschaftsverordnung (AWV), gemeldet wird an die Deutsche Bundesbank.

Die Meldepflicht betrifft sowohl eingehende als auch ausgehende Zahlungen, unabhängig davon, ob sie aus einem Drittland oder einem EU-Mitgliedstaat stammen, und gilt auch für Überweisungen über Transfer-Dienstleister wie Wise oder Zahlungsdienste wie PayPal. Die Meldung, bekannt als Z4-Meldung, muss bis zum siebten Werktag des Folgemonats erfolgen. Wer die Meldepflicht verletzt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 30.000 Euro, dessen genaue Höhe im Ermessen der Bundesbank liegt.

Ausnahmen gibt es unter anderem für Zahlungen im Zusammenhang mit Warenimport und -export, für Reisekosten sowie für Überweisungen zwischen eigenen Konten im In- und Ausland.

Kann ich eine bereits mit dem Geschäftskonto getätigte Auslandsüberweisung zurückholen?

Eine bereits ausgeführte Geschäftskonto Auslandsüberweisung zurückzuholen ist möglich, aber nicht garantiert. Ist das Geld bereits auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben, liegt es am Kontoinhaber, den Betrag zurückzuüberweisen. Eine Garantie dafür gibt es nicht. Deine Bank kann nur helfen, wenn du sie sofort informierst, sobald dir der Fehler auffällt.

Für den Rückruf einer Überweisung berechnen Banken meist zwischen 5 und 45 Euro, unabhängig davon, ob der Rückruf am Ende erfolgreich ist. Prüfe die Empfängerdaten deshalb immer sorgfältig, bevor du eine Überweisung auslöst.

Kann ich eine Auslandsüberweisung als Echtzeit-Überweisung tätigen?

Ja, eine Auslandsüberweisung als Echtzeit-Überweisung ist innerhalb des Euro-Raums heute der Regelfall, nicht mehr die Ausnahme. Grundlage ist die EU-Verordnung 2024/886 zu Instant Payments: Seit dem 9. Januar 2025 müssen alle Zahlungsdienstleister im SEPA-Raum eingehende Echtzeitüberweisungen annehmen können, seit dem 9. Oktober 2025 müssen sie diese auch selbst versenden können.

Entscheidend für Geschäftskunden: Die Verordnung schreibt vor, dass eine SEPA-Echtzeitüberweisung nicht teurer sein darf als eine normale SEPA-Überweisung. Die früher verbreitete Praxis, für Echtzeitüberweisungen einen Aufpreis zu verlangen, ist damit seit Januar 2025 nicht mehr zulässig. Bei den meisten Geschäftskonten ist die Echtzeitüberweisung im Euro-Raum inzwischen kostenlos oder im normalen Überweisungspreis enthalten.

Außerhalb der SEPA-Zone, etwa bei Zahlungen in Drittländer außerhalb Europas, gilt die Preisparität nicht. Dort können Geschäftskonto-Anbieter für beschleunigte SWIFT-Zahlungen weiterhin einen Aufpreis verlangen, weil hier keine einheitliche EU-Regelung greift.

Welche Alternativen gibt es zu Auslandsüberweisungen beim Geschäftskonto?

Die klassische Auslandsüberweisung über die Hausbank ist nicht mehr die einzige Option für internationale Zahlungen. Mehrere Alternativen erledigen den gleichen Zweck oft schneller oder günstiger.

FinTech-Unternehmen

Wise rechnet zum echten Interbankenkurs ab und zeigt Gebühren vor der Überweisung transparent an. Bei größeren Beträgen ab etwa 22.000 Euro gewährt Wise zusätzlich reduzierte Gebühren.

Online-Banking-Dienste

Anbieter wie N26 Business oder Kontist bieten kostenlose Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums und wickeln Auslandszahlungen oft über eine Anbindung an Wise ab, statt eigene SWIFT-Infrastruktur zu betreiben.

Geschäftskonten bei traditionellen Banken

Auch traditionelle Banken wie die Commerzbank oder Deutsche Bank bieten Auslandsüberweisungen in einer breiten Palette von Währungen an, meist zu höheren Gebühren als spezialisierte Fintechs, dafür mit persönlicher Beratung für komplexere Zahlungen.

Geldtransfer-Dienstleister und Kreditkartenüberweisungen

Spezialisierte Geldtransfer-Dienstleister berechnen meist geringere Gebühren als klassische Banken und wickeln die Transaktion schneller ab. Auch Kreditkartenüberweisungen können für kleinere Beträge eine unkomplizierte Alternative sein.

Mobilzahlungs-Apps und Kryptowährungstransfers

Mobile Zahlungsapps ermöglichen ebenfalls einfache Überweisungen. Eine modernere Alternative sind Kryptowährungstransfers mit Bitcoin oder Ethereum, die hohe Sicherheitsstandards versprechen, allerdings ohne die Einlagensicherung eines regulierten Kontos.

Zahlungsdienstleister wie PayPal

PayPal erlaubt dir, Geld in verschiedenen Währungen zu senden und zu empfangen, ohne dass du dafür ein lokales Geschäftskonto im Zielland brauchst.

FAQ: Geschäftskonto-Auslandsüberweisungen

In diesem Abschnitt beantworten wir zwei häufig gestellte Fragen zu Auslandsüberweisungen mit einem Geschäftskonto: Sind Geschäftskonto-Auslandsüberweisungen teuer? Und wie sicher sind Auslandsüberweisungen mit einem Geschäftskonto?

Sind Geschäftskonto-Auslandsüberweisungen teuer?

Das kommt stark auf Bank und Zielregion an. SEPA-Überweisungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums sind bei den meisten Geschäftskonten kostenlos oder kosten nur wenige Cent, während Überweisungen außerhalb dieses Raums samt Wechselkursgebühren schnell 10 Euro oder mehr kosten können. Ein Vergleich der Anbieter vor der Überweisung lohnt sich fast immer.

Wie sicher sind Auslandsüberweisung mit einem Geschäftskonto?

Auslandsüberweisungen mit einem Geschäftskonto gelten als sicher, weil Banken und lizenzierte Zahlungsdienstleister strenge Sicherheitsvorgaben wie die verpflichtende Empfängerprüfung bei Echtzeitüberweisungen einhalten müssen. Die genauen Standards unterscheiden sich trotzdem je nach Land und Anbieter, deshalb lohnt ein Blick in die Sicherheitsbestimmungen des jeweiligen Kontos.