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Du willst eine Kreditkarte nutzen, ohne in die Schuldenfalle zu tappen? Oder du hast eine negative SCHUFA und kommst deshalb nicht an eine klassische Kreditkarte? Dann ist eine Prepaid-Kreditkarte die richtige Lösung.
Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert wie eine normale Kreditkarte beim Bezahlen. Du kannst damit online einkaufen, im Ausland zahlen und kontaktlos bezahlen. Der entscheidende Unterschied: Du lädst zuerst Guthaben auf und gibst nur das aus, was drauf ist. Null Schulden. Null Dispo. Null Überraschungen.
In diesem Vergleich stellen wir dir die 5 besten Prepaid-Kreditkarten in Deutschland vor, erklären die wichtigsten Gebühren und zeigen dir, welche Karte zu deiner Situation passt.
Die 5 besten Prepaid Kreditkarten 2026 im Überblick
Bevor wir in die Details gehen, hier der direkte Vergleich der besten Anbieter:
| Karte | Typ | Jahresgebühr | Guthaben-Limit | SCHUFA-Prüfung | Beste für |
|---|---|---|---|---|---|
| Revolut Standard | Debit-Mastercard | 0 Euro | Eigenes Guthaben | Nein | Reisen, Auslandszahlungen |
| bunq Free | Debit-Mastercard | 0 Euro | Eigenes Guthaben | Softcheck | Häufige Zahler, Sparer |
| Commerzbank Prepaid | Prepaid-Visa | 0 Euro | Max. 500 Euro | Nein | Konservative Nutzer, ab 14 J. |
| Getsby Virtual Card | Prepaid-Mastercard | 0,99 Euro/Monat | 1.000 Euro | Nein | Online-Shopping, Abo-Schutz |
| Revolut <18 | Prepaid-Mastercard | 0 Euro | Eigenes Guthaben | Nein | Kinder ab 7 Jahren |
Alle 5 Karten sind ohne Kreditlinie. Du kannst nie ins Minus gehen. Im Folgenden stellen wir jede Karte im Detail vor.
Revolut Standard Mastercard: beste Karte für Auslandsreisen

Die Revolut Standard Mastercard ist technisch eine Debitkarte, verhält sich aber in fast allen Situationen wie eine Prepaid-Kreditkarte: Du lädst Geld per Überweisung auf dein Revolut-Konto und gibst nur dieses aus. Revolut ist in Litauen als Bank lizenziert und EU-weit bis 100.000 Euro durch Einlagensicherung abgesichert.
Konditionen im Detail
- Jahresgebühr: 0 Euro
- Kartentyp: Debit-Mastercard (physisch + virtuell)
- Fremdwährungsgebühren: 0 % werktags in 150+ Währungen
- Wochenendgebühr: 1 % Aufschlag (Devisenmarkt geschlossen)
- Bargeldabhebung: Bis 200 Euro/Monat kostenlos, danach 2 %
- SCHUFA-Prüfung: Keine Bonitätsprüfung
- Apple Pay / Google Pay: Ja
- Girokonto inklusive: Ja (europäische IBAN)
- Mindestalter: 18 Jahre (für Kinder: Revolut <18)
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Beste Wechselkurse beim Auslandszahlen (0 % werktags)
- Sofortige Ausgabenbenachrichtigung in der App
- Virtuelle Einmalkarten für Online-Shopping
- Krypto, Aktien und Sparpläne in der App
Schwächen:
- 1 % Wochenendgebühr beim Umtausch
- Bargeldlimit: nur 200 Euro/Monat kostenlos
- Kein Telefon-Support im kostenlosen Tarif
- Bei Hotelbuchungen und Mietwagen oft abgelehnt
Fazit: Revolut ist die erste Wahl bei regelmäßigen Auslandsreisen oder Fremdwährungszahlungen. Die Wechselkurse sind unschlagbar günstig. Für alle anderen ist bunq oder Commerzbank oft komfortabler.
bunq Free: beste Karte für häufige Zahler

bunq ist eine niederländische Neobank mit EU-Banklizenz und bietet im kostenlosen Tarif eine vollwertige Debitkarte mit deutschem IBAN. Für Vielzahler, die ihr Guthaben verzinsen wollen, ist bunq aktuell eine der attraktivsten Optionen. Wer sein Konto kündigen möchte, findet auf bankinggeek.com auch einen Leitfaden zur bunq-Kündigung.
Konditionen im Detail
- Jahresgebühr: 0 Euro
- Kartentyp: Debit-Mastercard (physisch)
- Fremdwährungsgebühren: 0,5 % bei Auslandszahlungen
- Bargeldabhebung: 0,99 Euro pro Abhebung
- SCHUFA-Prüfung: Softcheck möglich, kein negativer Eintrag
- Apple Pay / Google Pay: Ja
- Girokonto inklusive: Ja (deutsches IBAN: DE…)
- Tagesgeld: 2,01 % Zinsen auf Guthaben (Stand: Juni 2026)
- Mindestalter: 18 Jahre
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Deutsches IBAN: ideal für Gehaltseingänge
- 2,01 % Tagesgeld auf das aufgeladene Guthaben
- EU-Banklizenz, Einlagensicherung bis 100.000 Euro
- Budget-Sub-Accounts für mehrere Töpfe
Schwächen:
- 0,5 % Fremdwährungsgebühr: teurer als Revolut
- 0,99 Euro Bargeldabhebung pro Mal
- Onboarding dauert 1-2 Tage (Video-Ident)
- Kein anonymes Konto: Identitätsnachweis erforderlich
Fazit: Wer sein Guthaben verzinsen will und ein deutsches IBAN braucht, ist mit bunq Free gut bedient. Für häufige Auslandszahlungen ist Revolut günstiger.
Commerzbank Prepaid Visa: beste konservative Wahl

Die Commerzbank Prepaid Visa ist eine echte Prepaid-Kreditkarte im klassischen Sinne: Du lädst Guthaben auf (maximal 500 Euro) und gibst nur dieses aus. Besonders geeignet für Menschen, die eine etablierte Filialbank bevorzugen und keine Neobank-App wollen.
Konditionen im Detail
- Jahresgebühr: 0 Euro
- Kartentyp: Prepaid-Visa
- Maximales Guthaben: 500 Euro
- Fremdwährungsgebühren: 1,75 %
- Bargeldabhebung: 4,90 Euro je Abhebung (Inland)
- SCHUFA-Prüfung: Keine (Prepaid)
- Apple Pay / Google Pay: Ja
- Mindestalter: 14 Jahre
- Aufladen: Per Überweisung oder am Commerzbank-Automaten
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Echte Prepaid-Logik: kein Girokonto nötig
- Commerzbank-Filialnetz und etablierter Kundenservice
- Für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet
- Keine SCHUFA, keine Bonitätsprüfung
Schwächen:
- 500 Euro Limit: für größere Reisen zu gering
- 1,75 % Fremdwährungsgebühr
- 4,90 Euro Bargeldgebühr: teuer
- Kein Tagesgeld auf das Guthaben
Fazit: Beste Wahl für konservative Nutzer, als Einstiegskarte für Jugendliche ab 14 Jahren oder als Sicherheitskarte bei negativer SCHUFA.
Getsby Virtual Card: beste für sicheres Online-Shopping

Getsby ist ein deutsches Fintech speziell für virtuelle Einmalkarten. Du lädst Guthaben auf, generierst per App eine neue virtuelle Kartennummer für jeden Einkauf: diese Nummer ist danach wertlos. Perfekt als Schutz vor automatischer Abo-Verlängerung. Wer nach einer virtuellen Kreditkarte ohne PostIdent sucht, findet auf bankinggeek.com weitere Optionen.
Konditionen im Detail
- Monatliche Grundgebühr: 0,99 Euro (erster Monat gratis)
- Kartentyp: Prepaid-Mastercard (virtuell, optional physisch)
- Ladegebühr: 3 % auf jede Einzahlung (nach der ersten)
- Erste Einzahlung: 3,99 Euro Ausgabegebühr
- Bargeldabhebung: 2 Euro je Abhebung (nur physische Karte)
- SCHUFA-Prüfung: Keine
- Apple Pay / Google Pay: Ja
- Maximales Guthaben: 1.000 Euro
- Mindestalter: 18 Jahre
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Virtuelle Einmalkarten: neue Kartennummer für jeden Kauf
- Perfekter Abo-Killer: Karte nach einmaliger Nutzung ungültig
- Kein Datenleck-Risiko bei gehackten Shops
- Keine SCHUFA erforderlich
Schwächen:
- 3 % Ladegebühr von 3 Prozent bedeutet: bei 100 Euro Aufladung kommen 3 Euro extra dazu
- 0,99 Euro/Monat Grundgebühr = 11,88 Euro/Jahr
- Nur für Online-Nutzung wirklich sinnvoll
- Kein Zinseinkommen auf das Guthaben
Fazit: Getsby lohnt sich nur bei regelmäßigem Online-Shopping mit Wunsch nach maximaler Sicherheit oder zum Schutz vor Abo-Fallen. Für den Alltag ist die Kostenstruktur zu teuer.
Kreditkarte für Kinder und Jugendliche
Prepaid-Kreditkarten sind besonders für Kinder und Jugendliche geeignet: kein Schuldenrisiko, volle Elternkontrolle, und die Kinder lernen verantwortungsvollen Umgang mit Geld.
Welche Karte ab welchem Alter?
| Alter | Empfohlene Karte | Jahresgebühr | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Ab 7 Jahren | Revolut <18 | 0 Euro | Elternkontrolle per App, Ausgabenlimits setzbar, Taschengeld-Automatik |
| Ab 12 Jahren | HVB Debit Mastercard | 0 Euro | Kostenlose weltweite Abhebungen, 1,75 % FX-Gebühr |
| Ab 14 Jahren | Commerzbank Prepaid Visa | 0 Euro | Echte Prepaid-Logik, max. 500 Euro Guthaben |
| Ab 18 Jahren | Revolut Standard / bunq Free | 0 Euro | Vollständige Neobank-Funktionen |
Revolut <18 ist die am weitesten entwickelte Kinderkarten-Lösung: Eltern laden Geld über ihre eigene Revolut-App auf die Kinderkarte, können Ausgabenlimits und Kategorien sperren und bekommen sofortige Benachrichtigungen bei jeder Transaktion. Selbst Taschengeld-Automatik (z.B. jeden Montag 10 Euro) ist einstellbar.
Wichtig für Eltern: Kinder unter 18 Jahren schließen in Deutschland keinen eigenen Vertrag ab. Bei allen Kinderkonten ist ein Elternteil Vertragspartner. Die Karte läuft über den Eltern-Account.
Was ist eine Prepaid-Kreditkarte genau?
Eine Prepaid-Kreditkarte ist keine Kreditkarte im eigentlichen Sinne. Sie bietet keine Kreditlinie. Du lädst Geld vorab auf die Karte und gibst nur dieses Guthaben aus. Ist das Guthaben aufgebraucht, wird die Zahlung abgelehnt.
Der Name „Prepaid-Kreditkarte“ hat sich im deutschen Sprachgebrauch eingebürgert, weil diese Karten optisch und technisch wie Kreditkarten aussehen und funktionieren: mit Visa- oder Mastercard-Logo, NFC-Chip und weltweiter Akzeptanz.
Prepaid vs. Debit vs. Charge vs. Revolving: der Unterschied
| Kartentyp | Schulden möglich? | SCHUFA-Prüfung | Kreditlinie | Ohne Girokonto? |
|---|---|---|---|---|
| Prepaid | Nein | Nein | Keine | Ja |
| Debit | Nein (Konto nötig) | Meist Softcheck | Keine (direkt vom Konto) | Nein |
| Charge | Ja (monatliche Abrechnung) | Ja | Ja (monatliche Vollzahlung) | Nein |
| Revolving | Ja (Teilzahlung) | Ja | Ja (Kreditrahmen) | Nein |
Prepaid: Du lädst Guthaben auf, gibst nur dieses aus. Null Schuldenrisiko. Kein Girokonto nötig. Kein negativer SCHUFA-Eintrag. Akzeptiert überall, wo Visa oder Mastercard gilt. Es gibt jedoch Ausnahmen bei Hotels und Mietwagen.
Debit: Direkt mit deinem Girokonto verknüpft, sofortige Abbuchung. Kein Kredit, aber Girokonto nötig. Beispiele: N26 Mastercard, ING Visa Debit.
Charge: Klassische Kreditkarte. Monatliche Abrechnung mit Vollzahlung. SCHUFA-Prüfung erforderlich. Beispiele: American Express Green Card, gebuehrenfrei.de Mastercard Gold.
Revolving: Kreditkarte mit Teilzahlung und Zinsen. Das höchste Schuldenrisiko. Für die meisten Nutzer nicht empfehlenswert.
Wie funktioniert das Aufladen?
- Überweisung vom Girokonto: Einfachste Methode. Guthaben erscheint nach 1-2 Werktagen (oder sofort via Instant Payment).
- SEPA-Echtzeitüberweisung: Geld ist innerhalb von 10 Sekunden verfügbar: ideal vor spontanen Reisen.
- Automatik-Aufladen: Manche Anbieter (z.B. Revolut) ermöglichen automatisches Nachladen ab einem Mindestguthaben.
- Paysafecard-Gutscheine: Vollständig anonym, kein Bankkonto nötig: für spezielle Prepaid-Karten.
- Bareinzahlung: Bei manchen Anbietern an Partnerautomaten möglich.
Wer braucht eine Prepaid-Kreditkarte?
Bei schlechter Bonität oder negativer SCHUFA
Das ist der häufigste Anwendungsfall: Wer einen negativen SCHUFA-Eintrag hat, bekommt von normalen Banken keine Kreditkarte. Eine Prepaid-Karte umgeht dieses Problem vollständig: Banken vergeben Prepaid-Karten ohne Bonitätsprüfung, weil kein Kredit gewährt wird.
Gute Optionen bei negativer SCHUFA: Revolut Standard (keine Bonitätsprüfung), Commerzbank Prepaid (klassische Prepaid-Logik) und Trade Republic Visa Debit (für Nutzer mit Trade-Republic-Depot: keine SCHUFA-Prüfung über Auskunfteien). Wer ein Girokonto ohne SCHUFA sucht, findet auf bankinggeek.com eine ausführliche Übersicht.
Tipp: Nutze die Prepaid-Karte, bis negative SCHUFA-Einträge gelöscht sind. Löschfristen: in der Regel 3 Jahre nach Begleichung der Schulden.
Für Kinder und Jugendliche
Eltern geben ihren Kindern damit ein reales Budget an die Hand, ohne Schuldenrisiko. Die Karte läuft über den Eltern-Account, Limits sind setzbar. Kinder lernen dabei echten Umgang mit Geld: anders als mit Spielgeld-Apps.
Für sicheres Online-Shopping
Wer sensible Kartendaten nicht auf unsicheren Webshops hinterlassen will, nutzt eine Prepaid-Karte als Abschirmung. Virtuelle Einmalkarten (wie bei Getsby oder Revolut) gehen noch weiter: Jede Transaktion bekommt eine neue Kartennummer. Selbst wenn ein Webshop gehackt wird und Kartendaten gestohlen werden, sind diese wertlos: die Kartennummer war nur einmal gültig.
Für Reisen und Budgetkontrolle
Lade einen festen Betrag auf die Reisekarte. Du kannst nicht mehr ausgeben. Kein Kreditkartenabrechnung-Schock am Monatsende. Revolut rechnet zu Interbank-Kursen ab, das spart bei Reisen real Geld. Wer regelmäßig reist, sollte auch den Artikel zu Kreditkarte Vorteile und Nachteile lesen.
Kosten und Gebühren im Detail
Prepaid-Kreditkarten werben oft mit „0 Euro Jahresgebühr“: dabei können trotzdem erhebliche Kosten entstehen. Hier ist die vollständige Gebühren-Übersicht:
Jahresgebühr und Monatsgebühr
Die meisten empfehlenswerten Prepaid-Karten sind kostenlos. Ausnahme: Getsby mit 0,99 Euro/Monat (11,88 Euro/Jahr). Klassische Prepaid-Karten außerhalb dieses Vergleichs können 19-39 Euro Jahresgebühr kosten. Was zählt: Nicht nur die Jahresgebühr, sondern die Gesamtkosten aus allen Gebührenarten.
Aufladegebühren: die unterschätzte Kostenfalle
Einige Prepaid-Karten erheben Gebühren beim Aufladen. Getsby berechnet 3 % auf jede Aufladung. Klassische Prepaid-Karten verlangen oft 1-3 % oder eine Fixgebühr pro Aufladevorgang. Rechnen: Bei Getsby und 200 Euro monatlicher Aufladung fallen 6 Euro Gebühr an: über das Jahr 72 Euro allein durch Aufladen.
Fremdwährungsgebühren
| Karte | Fremdwährungsgebühr |
|---|---|
| Revolut Standard (Werktag) | 0 % |
| Revolut Standard (Wochenende) | 1 % |
| bunq Free | 0,5 % |
| Commerzbank Prepaid | 1,75 % |
| Getsby | 1,5 % |
Beispiel: Du zahlst 1.000 Euro auf Reisen in Fremdwährung. Mit Revolut (Werktag): 0 Euro Gebühr. Mit Commerzbank Prepaid: 17,50 Euro Gebühr. Über einen zweiwöchigen Urlaub summiert sich das merklich.
Dynamic Currency Conversion (DCC): die teuerste Falle im Ausland
Neben den Fremdwährungsgebühren deiner Karte lauert im Ausland noch eine weitere Kostenfalle: Dynamic Currency Conversion (DCC), zu Deutsch „Dynamische Währungsumrechnung“.
So funktioniert DCC: Du zahlst an einem Kartenterminal im Ausland. Das Terminal fragt: „Möchten Sie in Euro oder in lokaler Währung zahlen?“ Klingt praktisch. Ist aber fast immer ein Nachteil. Wenn du in Euro zahlst, übernimmt der Händler oder sein Zahlungsanbieter die Währungsumrechnung. Häufig liegt der Umrechnungskurs deutlich. Aufschläge von 3-5 % sind üblich.
Die Regel: Immer in lokaler Währung zahlen. Lehne DCC am Terminal konsequent ab, egal wie verlockend „Bezahlung in Euro“ klingt. Nur dann gilt der günstige Kurs deiner Prepaid-Karte.
Bargeldabhebungsgebühren
- Revolut Standard: bis 200 Euro/Monat kostenlos, danach 2 % (mind. 1 Euro)
- bunq Free: 0,99 Euro pro Abhebung
- Commerzbank Prepaid: 4,90 Euro pro Abhebung (Inland)
- Getsby: 2 Euro pro Abhebung (nur physische Karte)
Tipp: Für häufige Bargeldabhebungen ist eine kostenlose Girokonto-Debitkarte die bessere Wahl.
Inaktivitätsgebühren: besonders tückisch
Manche Prepaid-Karten erheben eine Gebühr, wenn die Karte längere Zeit nicht genutzt wird. Typische Inaktivitätsgebühren: 3-7 Euro pro Monat nach 6-12 Monaten Inaktivität. Das bedeutet: Dein aufgeladenes Guthaben schrumpft, wenn du die Karte einfach in die Schublade legst.
Unsere Empfehlungen (Revolut, bunq, Commerzbank Prepaid) haben keine Inaktivitätsgebühren. Beim Abschluss anderer Prepaid-Karten immer die AGB auf diesen Punkt prüfen.
Einschränkungen der Prepaid-Kreditkarte
Hotelbuchungen und Mietwagen: Warum Prepaid-Karten oft abgelehnt werden
Das ist der häufigste Frust-Moment: Du willst ein Hotel buchen oder ein Auto mieten, und deine Karte wird abgelehnt: obwohl ausreichend Guthaben vorhanden ist.
Warum? Hotels und Autovermietungen blockieren beim Check-in einen Betrag als Kaution (oft 200-500 Euro). Das nennt sich Autorisierungsblock. Klassische Kreditkarten haben dafür eine Kreditlinie. Prepaid-Karten müssen diesen Betrag als echtes Guthaben vorhalten. Das allein kann schon ein Problem sein, wenn dein Guthaben-Limit bei 500 Euro liegt.
Das eigentliche Problem ist ein anderes: Viele Hotels und Mietwagen verlangen explizit eine „echte Kreditkarte“ (Charge oder Credit) und lehnen Debit- oder Prepaid-Karten grundsätzlich ab. Sixt, Europcar und Hertz verlangen in ihren AGB eine klassische Kreditkarte.
Lösung: Für Reisen mit Mietwagen oder Hotelbuchung eine zusätzliche kostenlose Charge-Karte bereithalten, etwa die gebuehrenfrei.de Mastercard Gold (0 Euro Jahresgebühr). Diese dient als Backup bei Anbietern, die Prepaid-Karten ablehnen.
Abonnements und Daueraufträge
Abonnements (Netflix, Spotify, Amazon Prime) können mit Prepaid-Karten abgeschlossen werden: die Erstabbuchung klappt. Kritisch wird es bei der Verlängerung: Wenn das Guthaben nicht ausreicht, schlägt die Abbuchung fehl und das Abo wird gesperrt.
Daueraufträge (Miete, Strom) sind per Prepaid-Karte generell nicht möglich: das sind keine SEPA-Lastschrift-Karten. Tipp: Für Abonnements entweder regelmäßig ausreichend Guthaben aufhalten oder Getsby-Einmalkarten nutzen und das Abo nach der ersten Zahlung aktiv kündigen.
Maximales Guthaben-Limit
Viele Prepaid-Karten haben ein Maximal-Guthaben. Commerzbank Prepaid: 500 Euro. Getsby: 1.000 Euro. Revolut Standard und bunq haben kein explizites Guthaben-Limit, aber Transaktionslimits gelten. Das 500-Euro-Limit der Commerzbank reicht für den Alltag, ist aber für teurere Reisen oder größere Einkäufe knapp.
Sicherheit: Was tun bei Verlust oder Diebstahl?
Eine Prepaid-Karte schützt dich vor Schulden: aber nicht vor dem Verlust deines aufgeladenen Guthabens. Bei Verlust oder Diebstahl sofort handeln:
- Karte sofort sperren: Bei Revolut und bunq in der App unter „Karte sperren“. Das geht in Sekunden. Commerzbank: per App oder über den Sperr-Notruf 116 116 (kostenlos, 24/7, auch aus dem Ausland: +49 116 116).
- Kartensperrung bestätigen: Der Notruf 116 116 gilt in Deutschland für alle Bankkarten.
- Polizei informieren: Bei Diebstahl Anzeige erstatten: für Versicherungsansprüche oft erforderlich.
Haftungsgrenze: Laut deutschem Recht haftest du bei Kartenmissbrauch vor der Sperre für bis zu 50 Euro: sofern du die Karte nicht grob fahrlässig behandelt hast. Nach der Sperre: 0 Euro Haftung.
3D Secure: Alle empfohlenen Karten unterstützen 3D Secure (Verified by Visa / Mastercard SecureCode): zweistufige Authentifizierung beim Online-Bezahlen per App-Bestätigung. Ohne diese Bestätigung kann kein Online-Kauf auf deine Kosten getätigt werden.
Prepaid-Kreditkarte beantragen: Schritt für Schritt
Die Beantragung einer Prepaid-Kreditkarte ist unkomplizierter als bei einer normalen Kreditkarte. Wer mehr über den allgemeinen Beantragungsprozess erfahren möchte, findet auf bankinggeek.com einen ausführlichen Leitfaden zum Kreditkarte beantragen.
- Anbieter wählen: Revolut und bunq für Technik-affine Nutzer, Commerzbank für konservative Nutzer.
- Registrierung: App herunterladen oder Website öffnen, persönliche Daten eingeben.
- Identifikation: Video-Ident (Revolut, bunq) oder PostIdent (klassische Banken). Ausweis bereithalten.
- Karte beantragen: Physische Karte nach 5-10 Werktagen per Post. Virtuelle Karte oft sofort verfügbar.
- Guthaben aufladen: Per Überweisung auf die neue IBAN.
- Losschlagen: Karte aktivieren (PIN per App oder Brief). Los geht’s.
Welche Unterlagen brauche ich? Personalausweis oder Reisepass, Smartphone für Video-Ident, E-Mail-Adresse und ein Girokonto für die erste Aufladung (nicht bei allen Anbietern erforderlich). Keine Bonitätsnachweise, keine Gehaltsauskünfte, keine SCHUFA-Abfrage bei echten Prepaid-Karten.
Vorteile und Nachteile auf einen Blick
Vorteile der Prepaid-Kreditkarte:
- Kein Schuldenrisiko: nie mehr ausgeben als aufgeladen
- SCHUFA-unabhängig: kein negativer Eintrag, keine Prüfung
- Kein Girokonto nötig bei echten Prepaid-Karten
- Volle Budgetkontrolle
- Weltweite Akzeptanz (Visa/Mastercard)
- Für Kinder geeignet: sicherer Einstieg ins Kartenzahlen
- Einfache, schnelle Beantragung
Nachteile der Prepaid-Kreditkarte:
- Hotelbuchungen und Mietwagen: oft nicht akzeptiert
- Bei leerem Guthaben wird jede Zahlung abgelehnt
- Mögliche Gebühren: Aufladen, FX-Gebühren, Inaktivität
- Keine Kredithistorie: Prepaid-Nutzung verbessert Bonität nicht
- Kein Kreditrahmen für Notfälle
- Daueraufträge/SEPA-Lastschriften nicht möglich
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist eine Prepaid-Kreditkarte eine echte Kreditkarte?
Nein. Eine Prepaid-Kreditkarte bietet keine Kreditlinie. Du kannst nur Geld ausgeben, das du vorher aufgeladen hast. Der Begriff hat sich eingebürgert, weil diese Karten optisch und technisch wie Kreditkarten funktionieren (Visa/Mastercard-Logo, NFC, weltweite Akzeptanz): aber kein Kredit dahintersteckt.
Kann ich mit einer Prepaid-Karte ein Auto mieten?
Schwierig. Die meisten großen Autovermietungen (Sixt, Hertz, Europcar) verlangen in ihren AGB eine klassische Kreditkarte (Charge oder Credit). Selbst mit ausreichend Guthaben wirst du oft abgelehnt. Ausnahme: Einige günstigere Anbieter akzeptieren auch Debit-Karten. Immer vorher beim Anbieter nachfragen. Als Backup empfehlen wir die kostenlose gebuehrenfrei.de Mastercard Gold.
Welche Prepaid-Kreditkarte ist ohne SCHUFA?
Fast alle: Revolut Standard, Commerzbank Prepaid und Getsby erfordern keine Bonitätsprüfung. bunq kann einen Softcheck machen, hinterlässt aber keinen negativen SCHUFA-Eintrag. Wer nach einer Kreditkarte ohne Bonitätsprüfung mit Verfügungsrahmen sucht, findet auf bankinggeek.com weitere Optionen.
Welche Prepaid-Kreditkarte ist kostenlos?
Revolut Standard und Commerzbank Prepaid sind ohne Jahresgebühr. bunq Free ist ebenfalls kostenlos, hat aber Gebühren für Bargeldabhebungen. „Kostenlos“ bedeutet nicht gebührenfrei: Fremdwährungsgebühren und Aufladegebühren können trotzdem anfallen.
Kann man mit einer Prepaid-Kreditkarte ins Minus gehen?
Nein. Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, wird die Zahlung abgelehnt. Kein Schuldenrisiko, kein Dispo, kein Zahlungsverzug. Das ist das zentrale Schutzprinzip der Prepaid-Karte.
Ist mein Guthaben auf einer Prepaid-Karte sicher?
Ja: wenn der Anbieter eine EU-Banklizenz hat (Revolut, bunq). Dort greift die EU-Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Bei E-Geld-Instituten (z.B. Getsby) ist das Guthaben durch Safeguarding-Regelungen geschützt, aber nicht identisch mit der klassischen Bankeinlagensicherung. Empfehlung: Nicht mehr Guthaben aufladen als kurzfristig benötigt. Prepaid-Karten sind keine Sparkonten.
Gibt es eine Prepaid-Kreditkarte mit IBAN?
Ja. Revolut und bunq haben beide eine vollwertige europäische IBAN. Du kannst Gehalt empfangen, Überweisungen tätigen und von anderen Konten auf die Karte überweisen. Mehr dazu in unserem Artikel zur Prepaid-Kreditkarte mit IBAN.




